Thoughts on (my) life
Annoying the world for  1570   days.

Ich war gerade …


Datum: September 7 2007, 11:03 (UTC (MESZ -2, MEZ -1))
Kategorien: Beobachtungen & Gesellschaft & Mein Leben
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… auf der Bank. Wegen eine Renten-Vorsorge-Beratung. Und es bestätigt sich mal wieder, was ich schon vor einem knappen Jahr gesagt habe:

Am besten wäre es wirklich, alle Vorsorge-Verträge zu kündigen, und sich mit Renteneintritt einfach das Hirn rauszublasen.

Wir müssen uns jetzt und heute finanziell so an den Rand des machbaren fahren, nur um später genauso am Rande des machbaren zu stehen, anstatt (ohne Vorsorge) im Unmöglichen. Irgendwas stimmt doch da ganz grundsätzlich nicht, oder? Es ist im Prinzip egal, was ich jetzt an Vorsorgen treffe, am Ende (mit der Rente) bleibt doch eh nur ein Minimum übrig.

Dazu kommt dann die “absolute Sicherheit” des aktuellen Arbeitsmarktes. Wie zum Henker soll man planen, wenn der Job alle 2 Jahre wieder in direkte Gefahr gerät? Meine Eltern wussten, dass sie von Anfang bis Ende der Arbeitszeit in einer Firma bleiben können (und das wahrscheinlich auch werden). Ich muss alle paar Jahre bangen, ob ich in der firma bleiben darf(!).

Man kann da eigentlich niemand einen Vorwurf machen, ausser den Politikern, die – mal wieder – übersehen haben, langfristig (Auf Deutsch: Mehr als eine oder zwei Legislaturperioden) zu planen.

Könnte ich all das Geld, was ich heute in die Rentenkasse einzahle selbst anlegen, wäre ich bis zum Rentenalter Millionär. Ja, ich weis, damit würde das aktuelle Rentensystem vollkommen zusammenbrechen, aber es muss doch irgendeine Zwischenlösung geben, die nicht jeden und alle schlecht dastehen lässt, ausser natürlich denen, die’s verbockt haben, weil die haben ihre Schäfchen im trockenen.

Es ist einfach zum kotzen, zu einer Generation zu gehören, die das schlechteste aus zwei Welten abfedern muss. Ich mache hier keiner bestimmten Generation Vorwürfe, aber … es ist irgendwie unfair, zu wissen, dass ich quasi dazu verdammt bin, zwar ein halbwegs bequemes Leben leben zu können, mir aber nicht wirklich grosse Dinge leisten zu können.
Ganz zu schweigen von Kindern. Und gerade die wären nötig, um das aktuelle Problem zu lösen … Naja, klassische no-win Situation.

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

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