Thoughts on (my) life
Annoying the world for  2194   days.

Schmerzen


Datum: September 16 2008, 20:03 (UTC (MESZ -2, MEZ -1))
Kategorien: Mein Leben
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Es ist wirklich frustig, und ausgesprochen schmerzhaft, wenn man plötzlich merkt, wie wenig die eigene Meinung anderen Personen bedeutet. Ganz besonders, wenn man davon ausgeht, dass besagte Personen Zuneigungen für einen selbst empfinden.

Wieso vertrauen Menschen “Fremden” mehr als den Menschen, die sie gerne um sich haben, denen sie – angeblich – vertrauen? Man sagt über Wochen eine Sache, und es wird ignoriert, oder gar kritisiert. Dann kommt jemand “Fremdes” daher, und sagt eigentlich nichts anderes, nur ein wenig anders formuliert. Und plötzlich ist es relevant, muss überdacht werden.

Wieso rede ich eigentlich noch mit Menschen? Passiert mir doch dauernd. Ich rede und rede, und werde ignoriert. Teilweise sogar kritisiert. Und dann, plötzlich ist es eine Erleuchtung, wenn jemand anderes mich “zitiert”. Ich sollte eigentlich mein Maul halten, und nichts relevantes mehr ansprechen. Bringt mir eh nur Ärger und Schmerzen. Und nicht – wie erhofft – eine Einsicht bei anderen, die ihnen – unter Umständen und vielleicht – helfen könnte.

Ist mein Ansatz falsch? Sollte ich davon ausgehen, dass sich niemand für meine Gedanken, meine Meinung, interessiert? Ich blubber nicht nur rum, wie das viele machen. Ich denke (meisstens) nach, bevor ich was sage, und sage dann auch nur das, was ich für das Richtige oder die Wahrheit halte. Wenn ich spekuliere, dann sage ich das dazu.

Jeder, der sich mehr als ein paar Minuten mit mir unterhalten hat, sollte das wissen, falls er/sie mir wirklich zugehört hat.

Ich werde jetzt versuchen zu schlafen, und bin mir recht sicher, dass diese Gedanken mich noch eine Weile wach halten werden. Das schon kotzt mich an. Ganz abgesehen von dem eigentlichen Inhalt dieses Posts.

Mir ist klar, dass sich vermutlich ein halbes Dutzend Leser von diesem Eintrag auf den Schlips getreten fühlen könnten. Tut mir leid, falls das so ist. Vielleicht werde ich zugeben, was genau ich meine, falls ich angesprochen werde, vielleicht auch nicht. Das entscheide ich, wenn (und falls!) ich angesprochen werde.

2 comments

2 Comments so far

  1. TheConstructor September 17th, 2008 13:23

    Ich habe dich in letzter zeit bewusst zu einigen Themen als einzigen Berater ins Boot geholt. Ich halte etwas von deiner Meinung, selbst wenn ich nicht immer sofort danach handle, weil es mir manchmal zu anfangs noch zu radikal vorkommt.

    Unabhängig davon habe ich gerade auch nur für ganz wenige Leute noch wirklich offene Arme… Nachsicht und jegliche Art der Freundschaft wird einfach zu oft und zu systematisch ausgenutzt.

  2. Franka September 20th, 2008 23:54

    Das Problem ist, dass viele einfach nicht wahrhaben wollen, was besser für sie wäre, weil sie immer noch ein Fünkchen Hoffnung in dem sehen, was sie selbst schon tuen. Mal ganz davon ab, dass es sich meist einfach um schwere Schritte handelt, die du gezwungenermaßen -WEIL du objektiv über die Situation nachdenkst- empfiehlst, und die sich nicht so leicht bewältigen lassen. Und man vielleicht auch teilweise keine Alternativen sieht. Manch einer suhlt sich wohl auch einfach gern in scheinbarer Missgunst und dem Negativsten, was man im Leben erreichen kann…um zu merken, was man hätte haben können!? um zu merken, was man hätte sein können!? Um sich selbst zu bemitleiden!? Ja, Menschen sind komplizierte Geschöpfe und zumeist auch einfach vieeeel zu egoistisch und manchmal auch krankhaft genau das Gegenteil davon.

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